Ein unvorstellbarer Skandal! – Wissenschaftliche Evidenz wird ignoriert bei der tödlichsten Krankheit überhaupt.

Stell Dir vor, eine Studie käme heraus, die Folgendes aufzeigt:

Krebskranke, die zusätzlich zu anderen Behandlungen mit Chemotherapie behandelt werden, sterben doppelt so häufig, wie diejenigen, bei denen man nur andere, sanftere Behandlungsmöglichkeiten anwendet.

Was würde passieren? 

Ich kann es Dir sagen: Wahrscheinlich lange gar nichts. 

Diese Studie würde schlichtweg ignoriert, verleugnet oder als Erkenntnis lächerlich gemacht werden. 

Portrait von Ignaz Semmelweis aus dem Jahre 1860

Als empirischen Beleg für die Behauptung verweise ich dabei gerne auf die Geschichte von Ignaz Semmelweis. Dieser arbeitete 1946 auf einer Geburtsabteilung in einem Wiender Krankenhaus und war irritiert ab der Beobachtung, dass die Sterberate an Kindbettfieber auf der Abteilung, die von Hebammen geführt wurden, viel tiefer war, als in der durch Ärzten geführten Abteilung. Bei seinen Recherchen kam er auf die Hypothese, dass dies mit der Hygiene der Hände der Behandelnden in Zusammenhang steht und führte Studien durch, welche belegten, dass die Desinfektion von Händen und Instrumenten die Sterberate drastisch senken kann. 

Trotz dieser empirisch sehr überzeugenden Daten wurde Semmelweis von der Ärzteschaft mehr bekämpft als dafür anerkannt. Die Ärzte wollten nicht einsehen, dass sie selbst nicht die Heiler, sondern gar Verursacher mancher Krankheiten waren. Semmelweis wurde persönlich angefeindet und als “Nestbeschmutzer” bezeichnet. Manche Ärzte gingen die Erkenntnisse gar so nahe, dass sie Suizid begingen. 

Bei einer solchen Erkenntnis bzgl. Chemotherapie wäre es ebenso: All die schrecklichen Folgen dieser unhinterfragt sehr radikalen Therapie wären gar nie gerechtfertigt gewesen. All diejenigen, die jemals dazu beigetragen haben, dass ein Krebskranker einer Chemotherapie unterzogen wird; Sie müssten emotional bewältigen, dass ihr Handeln Menschen nicht geholfen, sondern im Gegenteil geschädigt hat.

Die Hygienestandards von Semmelweis haben sich mittlerweile durchgesetzt und heute können wir nur noch mit Stirnrunzeln zurückblicken auf den Wahnsinn der Verleugnung von früher. Wirtschaflich mächtige Interessensvertreter für das Unterlassen einer Desinfektion gab es niemals. Mit Chemotherapien hingegen machen mächtige Pharmakonzerne jedoch viel Geld. 

Aber nein. Es gibt keine bahnbrechenden Studien, die die Notwendigkeit von Chemotherapie bei Krebs grundsätzlich in Frage stellen. Krebs beschäftigt mich heute nicht mehr. Dank der Schulmedizin, die mich vor 6 Jahren geheilt hat. Dank Präventionsmassnahmen früh festgestellt und auch ohne Chemotherapie konnte der bösartige Tumor mit Bestrahlung und operativer Entfernung effektiv aus meinem Körper entfernt werden. Die Chemotherapie wurde vom Tumorboard in feinsäuberlicher Abwägung von Vor- und Nachteilen nicht als notwendig erachtet.

Heute bin ich gesund und lebe ein weitaus normales Leben in mir altbekannter Gesundheitsverfassung. Beim Verfassen dieser Zeilen geht es mir nicht um Krebs. Es geht um etwas viel Gefährlicheres. Krebs ist zum Glück nicht ansteckend. Was mich beschäftigt, ist eine ansteckende Krankheit: Gewalt. 

Nicht alle Opfer von Gewalt werden zu Täter*innen. Aber alle Täter*innen waren Opfer. Gewalt galt auch bei uns noch lange als legitimes Mittel der Erziehung von Kindern  zu sozial angepassten Mitgliedern dieser Gesellschaft. In der heutigen Pädagogik gelten solche Ansichten mittlerweile als absolutes No-Go. Zu überwältigend sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse. Gewalt schädigt Kinder zutiefst im  Kern des Vertrauens. Grenzen setzen ist wichtig  aber viel effektiver mit gewaltfreien Methoden.. 

Im Jahr 2023 wurden schätzungsweise 2443 Milliarden Dollar für das Militär ausgegeben. Die Bekämpfung für Hunger würde uns hingegen 14 Milliarden Dollar pro Jahr zusätzlich kosten. 

Es gibt keine empirische Studie, die aufzeigt, dass Chemotherapie nicht nötig ist und niemals nötig war. 

Erika Chenoweth hat 2011 eine empirische Studie veröffentlicht, mit der sie Kritiker militärischer Gewalt als naive Träumer entlarven wollte. Dabei stellte sie empirische Daten zussammen, welche politische Kampagnen, die Gewalt als politisches Mittel beinhalteten mit solchen verglich, welche rein gewaltfrei agieren und verglich sie nach dem Kriterium des Erreichen ihrer politischen Ziele. Zu ihrem eigenen Erstaunen kam dabei heraus, dass die gewaltfreien Bewegungen in etwa doppelt so erfolgreich waren, als diejenigen mit der “Chemotherapie” (para-)militärischer Kriegsführung. 

Die Erkenntnisse von Ignaz Semmelweis wurden zu seinen Lebzeiten als “spekulativer Unfug” bezeichnet. Im Alter von 47 Jahren starb er unter ungeklärten Umständen in der “Landesirrenanstalt Döbling” in der Nähe von Wien. Erika Chenoweth wird nächstes Jahr 45 Jahre alt. 

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https://www.srf.ch/news/international/neuer-sipri-bericht-2023-die-welt-ruestet-auf-so-stark-wie-schon-lange-nicht-mehr#:~:text=Die%20globalen%20Milit%C3%A4rausgaben%20sind%202023,Dollar%20%E2%80%93%20oder%20genauer%202443%20Milliarden.

https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/was-kostet-eine-welt-ohne-hunger-li.111170

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